Die richtige Größe für meine Photovoltaikanlage?

Die richtige Größe für meine Photovoltaikanlage.

Wie groß sollte meine Photovoltaikanlage sein?

Bei der Planung der eigenen Photovoltaikanlage und der richtigen Anlagengröße (Erzeugungsleistung) stößt man im Netz immer wieder auf unterschiedlich Meinungen. Während zum einen empfohlen wird, die Solaranlage möglichst groß und leistungsstark auszulegen, wird andererseits dazu geraten die Solaranlage genau auf den eigenen Stromverbrauch abzustimmen. Beide Aussagen sind dabei erstmal nicht falsch. Ideal wäre es jedoch, beide Varianten zu kombinieren.

Grundsätzlich sollte man Solaranlagen mit „Volleinspeisung“ (Anlagen ohne Eigenverbrauch) und sogenannter „Überschusseinspeisung“ (Anlagen mit Eigenverbrauch) unterscheiden. Solaranlagen mit Volleinspeisung erwirtschaften Ihre Rendite lediglich durch die Einspeisung von Solarstrom in das öffentliche Stromnetz und die dadurch garantierte Einspeisevergütung laut EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz). Auf diese Variante wird häufig bei gewerblichen Solaranlagen gesetzt.

Photovoltaikanlagen mit Eigenverbrauch und Überschusseinspeisung haben hingegen das Ziel, die tatsächlichen Stromkosten einzusparen und erwirtschaften darüber hinaus zusätzliche Erträge durch die Einspeisung des überschüssigen Solarstroms – Ideal fürs Eigenheim.

Unterschied Einspeisevergütung und Stromkostenersparnis:

  • Einspeisung ins deutsche Stromnetz: ca. 12 ct je eingespeiste Kilowattstunde – garantiert für 20 Jahre
    Einsparung der Stromkosten: ca. 30 ct / je eingesparte Kilowattstunde aus dem Netz – steigend, bestimmt durch den Energieversorger

Die richtige Größe der Solaranlage

Durch das sehr gute Verhältnis von Modulpreisen und Einspeisevergütung empfiehlt es sich, die Anlage möglichst groß auszulegen, maximal jedoch auf 10 kWp da ansonsten die EEG-Umlage anteilig (ca. 3 ct/kWh) auf den selbst verbrauchten Strom bezahlt werden muss. Dabei können Dächer mit Ost-West-Ausrichtung genauso wie reine Süddächer belegt werden, wobei die ordentliche Montage immer oberste Priorität haben sollte. Denn nur eine professionell installierte Solaranlage erzielt auch langfristig gewinnbringende Erträge. Die Einspeisevergütung ist zwar in den letzten Jahren stark zurückgegangen, hilft aber weiterhin erheblich bei der Amortisation der Solaranlage (siehe Beispielrechnung unten). Die Einspeisevergütung ist zudem weiterhin auf 20 Jahre garantiert und bietet Anlagenbetreibern damit eine hohe Sicherheit.

Die richtige Größe des Stromspeichers

Sobald die Größe der Photovoltaikanlage (Kilowattpeak) ermittelt ist, kann durch den zu erwartenden Stromertrag (Kilowattstunden) und dem eigenen Stromverbrauch der richtige Stromspeicher ermittelt werden. Denn wie wir bereits wissen, liegt der Hauptvorteil einer Solaranlage beim Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms. Der Stromspeicher sollte daher groß genug sein, Ihren täglichen Strombedarf zu decken. Bei einem durchschnittlichen 4 Personenhaushalt sind das etwa 10 kWh pro Tag. Stromspeicher speichern den am Tag produzierten Strom und stellen diesen nachts oder bei bewölktem Himmel wieder zur Verfügung. Mit aktuellen Speichersystemen von z.B. Tesla, E3/DC oder LG Chem lassen sich Autarkiegrade von bis zu 80% erreichen. Der Autarkiegrad entspricht dabei der tatsächlichen Einsparung Ihrer Stromrechnung. Überschüssiger Strom, der nicht selbst verbraucht wird, wird weiterhin ins Netz eingespeist und Sie erhalten die garantierte Einspeisevergütung. Bei der Auswahl des richtigen Modells sollte vor allem auf die technischen Bedürfnisse geachtet werden. Stromspeicher unterscheiden sich nicht nur in Leistung, Speicherkapazität und Garantiezeiten, sondern bieten auch Zusatzfunktionen wie Notstromfähigkeit, Inselbetrieb oder SmartHome Integrationen. Fragen Sie hierzu unbedingt einen Experten.

 

Rechenbeispiel:

Annahmen:

Nutzbare Dachfläche: 50 m²
Stromverbrauch: 4500 kWh je 30 ct / kWh (brutto)
jährliche Stromkosten: 1350,00 €

Anlagenplanung:

Photvoltaikanlage:
Maximale Anlagengröße: 29 Solarmodule á 270 Watt
Anlagenleistung: 7,8 Kilowattpeak
durchschnittlicher Jahresertrag: 8.000 Kilowattstunden

Stromspeicher:
passende Speichergröße: 10 Kilowattstunden (nutzbare Speicherkapazität)
Autarkiegrad1: 76 %
Eigenverbrauchsanteil2: 47 %

Ergebnis:

Einsparung der bisherigen Stromkosten: 1.026,00 € / Jahr
garantierte Einspeisevergütung3:  508,80 €
Gesamtvorteil: 1.534,80 € / Jahr

Gesamtvorteil in 20 Jahren: 30.696,00 €

Schlüsselfertige Photovoltaikanlagen mit Speicher gibt es bereits ab etwa 14.550,- € (brutto)

 

Zu unseren Komplettpaketen

 

Anmerkung zum Beispiel: Eine zu erwartende Strompreissteigerung von min. 3% ist nicht berücksichtigt. In den vergangenen Jahren lag diese durchschnittlich sogar bei 6% p.a..

1 Der Autarkiegrad gibt den Anteil des Stromverbrauchs an, der durch das Photovoltaik-Speichersystem versorgt wird. Hierzu trägt entweder der zeitgleiche Direktverbrauch des erzeugten Solarstroms oder die Entladung des Batteriespeichers bei. Je höher der Autarkiegrad ist, desto weniger Energie wird aus dem Stromnetz bezogen.
2 Der Eigenverbrauchsanteil beschreibt den Anteil des erzeugten Solarstroms, der entweder zeitgleich durch die Stromverbraucher oder zur Ladung des
Batteriespeichers genutzt wird. Je höher der Eigenverbrauchsanteil ist, desto weniger Solarstrom wird in das Netz eingespeist.

3 Die Einspeisevergütung ist auf 20 Jahre durch das EEG garantiert, wird jedoch schrittweiße abgesenkt. Zur Festsetzung der Einspeisevergütung dient das Inbetriebnahme Datum der Erzeugungsanlage. Zur Berechnung wurden 12 ct / kWh angesetzt.

Fazit:

Klug ausgelegte Photovoltaikanlagen mit Stromspeicher lohnen sich für den Privatbereich heute mehr denn je. Da Photovoltaikmodule aktuell sehr günstig sind, sollte die maximale Dachfläche genutzt werden und abgestimmt auf den eigenen Stromverbrauch das passende Speichersystem gewählt werden. Hochwertige Komponenten und eine professionelle Montage garantieren zudem langfristige Erträge.

10 Gründe, warum Sie jetzt Photovoltaik mit Stromspeicher kaufen sollten.

10 Gründe
warum Sie jetzt eine Photovoltaikanlage mit Stromspeicher kaufen sollten.

Grund 1:
Eine Solaranlage schützt die Umwelt

Neben wirtschaftlichen Aspekten für die Investition in Photovoltaik mit Stromspeicher spielt auch der Umweltgedanke eine zentrale Rolle. Photovoltaikmodule haben sich in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt und machen es heute fast jedem Eigenheimbesitzer möglich, mehr Strom zu erzeugen, als dieser benötigt. Dabei sollte man nicht vergessen, dass Solarmodule auch bei Bewölkung Strom erzeugen, es benötigt also nicht immer einen klaren Himmel.

Und auch die Ökobilanz von Solarmodulen ist durchweg positiv, wie das Fraunhofer Institut in seinem aktuellen Bericht erläutert: „Die Energierücklaufzeit für Solaranlagen hängt von Technologie und Anlagenstandort ab. Sie beträgt bei 1055 kWh/m2 globaler horizontaler Jahreseinstrahlung (mittlerer Wert für Deutschland) ca. 2 Jahre [EPIA]. “ Die Lebensdauer von PV-Modulen liegt im Bereich von 20-30 Jahren. Das heißt, dass eine heute hergestellte Solaranlage während ihrer Lebensdauer mindestens 10-mal mehr Energie erzeugt, als zu ihrer Herstellung benötigt wurde. Dieser Wert wird sich in der Zukunft durch energieoptimierte Herstellungsverfahren weiter verbessern. Selbiges trifft auch auf Stromspeicher zu, sofern es sich hierbei um Lithium-Ionen Stromspeicher handelt. Diese enthalten viele wertvolle Rohstoffe, welche zu einem sehr hohen Anteilen recycelt werden. Stromspeicher und Module können übrigens bei den meisten Wertstoffhöfen kostenfrei abgegeben werden.

Grund 2:
Mit einer Photovoltaikanlage und Stromspeicher sind Sie unabhängig von Großkonzernen

Die deutsche Stromlandschaft ist geprägt von 4 Großkonzernen: EON, RWE, EnBW und Vattenfall. Zudem gehören auch viele kleine, vermeintliche Öko-Startups diesen Konzernen an. Eine Aufschlüsselung des Ökostromanteils der jeweiligen Anbieter wurde zuletzt in einer Studie des Ökostromanbieters Lichtblick veröffentlicht (http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/energiewende-so-klimaschaedlich-ist-ihr-stromanbieter-wirklich-a-1189598.html). Und selbst wenn Sie Ökostrom bestellen, kommt aus Ihrer Steckdose nicht zwingend Ökostrom.

Mit einer Solaranlage mit Stromspeicher können Sie diesen Unternehmen weitestgehend aus dem Weg gehen und bis zu 80% Ihren eigenen, echten Ökostrom erzeugen.  Den restlichen Strombedarf können Sie mit Wirklich Ökostrom z.B. von Polarstern, einem Mini-Blockheizkraftwerk oder einer Brennstoffzelle decken.

Grund 3:
Photovoltaik mit Stromspeicher schützt Sie vor Strompreissteigerungen

Die durch eine Solaranlage und Stromspeicher erlangte Unabhängigkeit befreit Sie nicht nur aus den Fesseln der Großkonzerne, Sie schützt Sie gleichzeitig vor Strompreissteigerungen. Noch vor wenigen Jahren war eine Photovoltaikanlage auf Grund der Einspeisevergütung hauptsächlich als Renditeobjekt interessant, durch den Stromspeicher hat sich dies jedoch radikal verändert. Jede Kilowattstunde Strom, die Sie heute selbst erzeugen wird auch in 20 Jahren noch genau das gleiche kosten. Sie frieren quasi Ihren Strompreis ein. Was viele nicht wissen, die eigene Stromerzeugung ist derzeit wesentlich günstiger als der Strombezug vom Energieversorger. Die Produktionskosten liegen aktuell bei weit unter 20 Cent und das wird auch so bleiben. Ob auch die Stromkosten vom Energieversorger die nächsten 20 Jahre gleichbleiben? Ein Blick in die Vergangenheit lässt nichts Gutes erwarten.

Grund 4:
Die Kosten für eine Solaranlage sind stark gesunken

Photovoltaik hat sich nicht zuletzt dank der Einspeisevergütung und dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) zu einem Massenprodukt entwickelt. Die teils horrende Förderung Anfang er 2010er Jahre hat einen regelrechten Solarboom ausgelöst. In Europa ist dieser Boom jedoch längst vorbei, doch in Asien, Japan, Indien und den USA spielt die Solarenergie eine zunehmend wichtige Rolle. So hat sich die Jährliche Produktion von Solarmodulen in den letzten 8 Jahren global betrachtet mehr als verzehnfacht. Die erhöhte weltweite Nachfrage, modernere Maschinen und ein immer höherer Automatisierungsgrad in der Produktion hat zu einer starken Kostenreduktion geführt. Parallel zu dieser Entwicklung ist aber auch die Leistungen von Solarmodulen stark gestiegen. Waren noch vor wenigen Jahren Solarmodule mit einer Leistung größer 300 Watt eine absolute Ausnahme, so gehören diese heute schon zum Standard. Diese Entwicklungen ermöglichen es, eine Solaranlage mit 7 kWp (Das entspricht in Deutschland etwa der Durchschnittsgröße einer Solaranlage), für weniger als 10.000,- EUR netto zu realisieren. Ein zusätzlicher Stromspeicher macht aus der Solaranlage dann ein echtes, eigenes Ökokraftwerk. Wer im übrigen denkt, eine Solaranlage mache nur bei Südausrichtung und nicht verschatteten Dächern Sinn, unterliegt einem Irrglauben. Ost-West Dächer sind für die Speicherung ebenso gut wie Süddächer und auch verschattete Flächen können dank moderner Technologie problemlos mit Solarmodulen ausgestattet werden.

Grund 5:
Stromspeicher sind mittlerweile 10.000-fach im Einsatz und wirtschaftlich

Alleine 2017 wurden in Deutschland mehr als 30.000 Stromspeicher in Betrieb genommen und 2018 sollen es schon knapp 50.000 Stromspeicher werden. Waren vor wenigen Jahren noch überwiegend Blei-Gel und Blei-Säure Speicher im Einsatz, so werden seit 2 Jahren fast ausschließlich Lithium-Ionen Batterien für die Speicherung von Solarstrom eingesetzt. Diese Stromspeicher werden in ähnlicher Form auch in der Konsumgüterindustrie oder der immer schneller voranschreitenden Elektromobilität verwendet. Hersteller wie Samsung SDI, LG Chem und nicht zuletzt Tesla haben daher die Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen Speicher massiv ausgebaut. Die dadurch entstandene Massenproduktion hat in den letzten 3 Jahren zu immensen Preissenkungen geführt und den Stromspeicher wirtschaftlich gemacht.
Aber Vorsicht: Durch den immer größer werdenden Bedarf an Akkus im Automobilsektor kann es mittelfristig wieder zu Preiserhöhungen für stationäre Stromspeicher kommen.

Grund 6:
Das Verhältnis zwischen Anlagenkosten und Einspeisevergütung ist so gut wie lange nicht

Wie schon gesagt spielt die Einspeisevergütung (derzeit etwa 12 Cent pro kWh) keine entscheidende Rolle mehr, für die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage mit Stromspeicher ist sie dennoch nicht zu unterschätzen. Für jede in das öffentliche Netz eingespeiste Kilowattstunde erhält der Anlagenbetreiber von dem für ihn zuständigen Netzbetreiber für die nächsten 20 Jahre eine Einspeisevergütung. Dank der gesunkenen Systempreise hilft Ihnen die Einspeisevergütung somit, die Solaranlage abzubezahlen oder bezahlt quasi Ihren Reststrombezug. Deshalb sollten auch Solaranalgen mit Stromspeicher immer maximal groß dimensioniert werden. Hierbei empfiehlt es sich jedoch die maximale Anlagenleistung von 10kWp nicht zu übersteigen, da ansonsten die EEG-Umlage anteilig zu bezahlen ist. Außerdem planen Sie vielleicht in naher Zukunft die Anschaffung eines Elektroautos, einer Wärmepumpe oder anderen großen Stromverbrauchern, dann sorgen Sie so schon jetzt für die Zukunft vor.

Grund 7:
Niedrige Finanzierungskosten für Solaranlage mit Stromspeicher

Die Finanzierungskosten bzw. die aktuell zu bezahlenden Zinsen für einen Kredit bei der Hausbank für eine Solaranlage sind aktuell immer noch sehr günstig. Schnell sein lohnt sich aber in jedem Fall, eine Zinssteigerung ist nur noch eine Frage der Zeit. Bedenken Sie aber, dass bei einer Finanzierung grundsätzlich die Kosten für eine Solaranlage steigen. Ein Barkauf ist daher immer der günstigste und schnellste Weg in die Unabhängigkeit. Vorsicht ist bei so genannte Miet- oder Pachtkaufmodellen geboten. Die Verbraucherzentrale NRW hat hierzu kürzlich einige Anbieter überprüft und ist zu keinem besonders guten Ergebnis gekommen.

Grund 8:
Attraktive Förderungen für Stromspeicher

Die Förderbank KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bietet derzeit verschiedene Förderungen für Stromspeicher für Eigenheim und Gewerbe an und auch bei Neubauten sind großzügige Förderprogramme zu nutzen. Neben den bundesweiten Förderungen gibt es seit kurzer Zeit auch in einigen Bundesländern individuelle Förderungen für Solaranlagen und Stromspeicher.  Eine genaue Betrachtung ist jedoch ratsam, oftmals gehen die Förderungen mit Einschränkungen der Anlagenleistung einher.

Grund 9:
Mit Solarstrom lässt sich auch heizen und Warmwasser erzeugen

Wer noch mehr Unabhängigkeit erreichen möchte, kann mit Solarstrom auch problemlos heizen und sein Warmwasser damit auf die gewünschte Temperatur bringen. Hierzu gibt es verschiedene Systeme, wie z.B. Brauchwasserwärmepumpen oder intelligente Heizstäbe, welche genau dann das Wasser erhitzen, wenn ein Solarstromüberschuss vorhanden ist. Der Eigenverbrauchsanteil einer Solaranlage lässt sich damit erhöhen, Kosten für Öl und Gas reduzieren und gleichzeitig wird die normale Heizung geschont.

Grund 10:
Elektroauto oder Hybridfahrzeug mit Solarstrom laden

Es gibt verschiedene Wege ein Elektroauto zu laden, die mit Abstand sinnvollste ist es jedoch dieses direkt mit Solarstrom von der eigenen Solaranlage aufzutanken. Intelligente Wallboxen können überschüssigen Solarstrom direkt zur Ladung des Elektroautos lenken und somit die Betriebskosten für Fahrzeuge senken. Allerdings sollte beachtet werden, dass die Solaranlage ausreichend groß dimensioniert wird und der für die Beladung verwendetet Strom keinesfalls durch den Stromspeicher geleitet wird. Eine Beladung von Elektrofahrzeugen im Privatbereich über einen Stromspeicher macht keinen Sinn, da hier weder die Kapazität noch die Entladeleistungen der Batterien ausreichen. Für gewerbliche Anwendungen gibt es hierfür spezielle Stromspeicher und Ladesäulen.

Fazit:

Es gilt abschließend festzuhalten, dass bereits heute alle Bausteine für eine autarke Stromversorgung vorhanden sind. Wer noch länger wartet, verliert Jahr für Jahr Geld an Energiekonzerne, fördert die weitere Umweltverschmutzung und läuft Gefahr einer Kostensteigerung bei Stromspeichern. 2018 könnte somit das Jahr für Photovoltaik mit Stromspeicher werden.

Warum sich Photovoltaik wieder lohnt!

Warum sich Photovoltaik wieder lohnt

Familie sitzt lachend auf der Couch

Oft bekommen wir in einem Kundengespräch die Frage gestellt, ob sich denn eine Photovoltaikanlage überhaupt noch lohnen würde. Unsere klare Antwort dazu lautet: Ja, mehr denn je! Nur die Art der Nutzung hat sich verändert.

Zugegebenermaßen hört sich eine Einspeisevergütung in Höhe von ca. 12 Cent/kWh im Gegensatz zu einer Vergütung von bis zu 50 Cent/kWh noch vor zehn Jahren nicht gerade lukrativ an. Wenn man dazu noch den Strom vom Energieversorger für ca. 30 Cent/kWh zurückkaufen muss, dann geht diese Rechnung bei den meisten wohl nicht auf.

Stichwort: Stromspeichersysteme

Nun hat sich in den letzten Jahren auf dem Markt der Stromspeicher sehr viel getan. Renommierte Unternehmen wie z.B. Tesla, Mercedes, BMW, LG etc. investieren große Summen in die Entwicklung von Elektrofahrzeugen und E-Mobilität. Diese Investitionen helfen nicht nur der Automobilbranche, sondern auch den Betreibern von Solaranlagen. Immer mehr und immer leistungsstärkere Stromspeicher kommen auf den Markt, wobei der Preis dafür kontinuierlich sinkt.

Wieso benötigt meine Photovoltaikanlage einen Stromspeicher?

Da um die Mittagszeit und am Nachmittag am meisten Strom produziert wird und hier oftmals wenig Strom im Haus benötigt wird, bleiben also genau zu der Zeit hohe Überschüsse.

So haben wir zwei Möglichkeiten, diese Überschüsse zu verwenden:

  • Wir speisen den Strom, den wir selbst produzieren, gegen eine Vergütung ins Netz ein und kaufen uns den Strom vom Versorger zurück. Wie oben bereits genannt, ist diese Variante nicht besonders lukrativ und lohnt sich heutzutage kaum mehr.
  • Wir nutzen den Strom, den wir produzieren, selbst! Dies wird uns durch einen Stromspeicher ermöglicht. So können wir tagsüber den von der PV-Anlage erzeugten und nicht benötigten Strom speichern und diesen zu einem späteren Zeitpunkt, wenn wir ihn dann wirklich benötigen, nutzen. Weitere Möglichkeiten ergeben sich beispielsweise mit einer Wallbox zum Laden von Elektroautos.

Das bringt uns nicht nur den Vorteil, dass wir unseren eigenen Strom produzieren und bei korrekter Auslegung im Schnitt einen Autarkiegrad von bis zu 80% erreichen, sondern dass wir damit auch noch die Energiewende vorantreiben und grünen Öko-Strom erzeugen. Das Beste daran ist natürlich, dass wir uns bei alldem auch noch viel Geld sparen können!

Fazit: Lohnt sich eine PV-Anlage?

Eine Investition in eine PV-Anlage lohnt sich definitiv. Bereits mit wenigen Angaben zum Dach und zum Stromverbrauch können wir ein euch ein individuelles Angebot erstellen. So kann sich jeder selbst davon überzeugen, dass die Entscheidung zu einer PV-Anlage mit Stromspeicher nicht nur der richtige Schritt für eine saubere und besser Zukunft ist, sondern sich damit auch noch bares Geld sparen lässt.

Photovoltaik fürs Eigenheim

Photovoltaik für Ihr Eigenheim – warum sich das lohnt!

Über das Thema Photovoltaik wurde und wird stets angeregt diskutiert. Zurzeit sind es die stark gesunkenen Einspeisevergütungen, die im Fokus des Interesses stehen. Viele Eigenheimbesitzer und Bauherren sind deshalb etwas verunsichert, wenn es um die Anschaffung einer Photovoltaikanlage geht. Dabei wird vielfach übersehen, dass es nicht nur um die Einspeisung in öffentliche Stromnetze geht, wenn das Eigenheim mit einer Photovoltaikanlage bestückt wird. In der richtigen Dimensionierung als Komplettsystem mit Speichereinrichtung kann Photovoltaik den Eigenheimbesitzer bis zu 80% autark vom öffentlichen Stromnetz machen. Das ist der große Vorteil einer solchen Anlage.

Photovoltaik – für das Eigenheim nur als Komplettsystem mit Stromspeicher

Aufgrund der gesunkenen Preise für die Einspeisung von Strom in das öffentliche Netz macht es sich heute bezahlt, den durch eine Photovoltaikanlage mit dem eigenen Heim produzierten Strom in größerem Umfang selbst zu verbrauchen. Denn mit einer korrekt dimensionierten Anlage kann man den eigenen Strom immer noch erheblich günstiger produzieren als ihn öffentliche Versorger jemals anbieten könnten. Ein integrierter Stromspeicher vergrößert den Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stromes für die gesamte Photovoltaikanlage. Ist das Speichersystem angemessen dimensioniert, kann der Eigenverbrauch einer entsprechenden Anlage auf über 60-80% erhöht werden. Dem steht gegenüber, dass mit einem entsprechend ausgerichteten Stromspeicher bis zu 60% des von extern bezogenen Stromes eingespart werden kann. Der Energiespeicher fängt dabei Leistungsspitzen auch in Anlagen auf, die an ein Netz gekoppelt sind und sorgt für eine Entlastung der öffentlichen Netze.

Photovoltaik für das Eigenheim – wie wird die Anlage eine lohnenswerte Investition?

Photovoltaikanlagen werden durch bestimmte Kennziffern definiert. Eine davon ist die Spitzenleistung. Diese wird in der Einheit Kilowatt Peak – Abkürzung kWp– angegeben. Die Spitzenleistung wird dabei unter bestimmten Standardbedingungen (Englisch: Standardtest Conditions) ermittelt. Diese Standardbedingungen erfassen unter anderem, dass die Module mit einer Strahlungsleistung von 1000 W/Quadratmeter bei einer Mitteltemperatur von 25° und einer Air Mass von 1,5 arbeiten. Die Angabe der kWp ist ein Vergleichsmaßstab für verschiedene Eigenschaften der Anlage. So kann man etwa bestimmen, welche Fläche eine Photovoltaikanlage für 1 kWp benötigt. In Beziehung zur vorhandenen Dachfläche auf dem Eigenheim kann ferner berechnet werden, wie viel Kilowatt Peak mit verschiedenen Modulen auf dieser Dachfläche idealerweise produziert werden können. Das Kilowatt Peak wird schließlich dazu benutzt, um die Preise von Solarmodulen zu vergleichen. Außerdem wird die Angabe Wattpeak-Leistung benötigt um die Auslegung der Wechselrichter entsprechend zu dimensionieren.

Diese Kennziffer in der Einheit kWp ist jedoch nicht die einzige Richtgröße für die passende Dimensionierung einer Photovoltaikanlage. Vielmehr sollten einige weitere Grundsätze beachtet werden, insbesondere, wenn es um die Auswahl des Stromspeichers geht.

Sinn eines effizienten Solarstromspeichers ist es, den tagsüber erzeugten Strom in Batterie- Systemen so intelligent zu speichern, dass Strom bis zum nächsten Morgen abgerufen und verbraucht werden kann, beziehungsweise einer Einspeisung zugeführt wird. Stromspeicher sichern die Stromversorgung auch dann, wenn es dunkel ist oder aufgrund bestimmter Witterungsbedingungen kein Strom produziert wird. Deshalb sollte man die entsprechende Batterie sehr sorgfältig auswählen, weil diese für die Wirtschaftlichkeit der gesamten Photovoltaikanlage für das Eigenheim entscheidend ist.

  • Die Größe der Batterie richtet sich nach dem individuellen Strombedarf. Der typische Haushalt benötigt etwa zwischen 10 Kilowattstunden (kWh) täglich. Neben der Größe sollte auch auf die Leistungsabgabe geachtet werden. Die passende Batterie muss Leistungsspitzen sicher erfüllen können, wie sie etwa Durchlauferhitzer für Warmwasser oder der Herd in der Küche fordern.
  • Ob man eine Bleibatterie oder ein Lithium-Akku auswählt, ist in Fachkreisen eine fast ideologische Frage. Lithium-Batterien sind teurer als Bleibatterien, dafür kann man sie bis 80 % oder sogar 90 % entladen, während Bleibatterien nur etwa bis zu 50 % entladen werden können.
  • Bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit eines Stromspeichers sollte man das sogenannte Schwachlastverhalten beobachten. Vielfach läuft ein Stromspeicher nur in Teillast. Ähnlich wie man über das Kilowattpeak Vergleiche zur gesamten Anlage anstellen kann, kann man bei den Ladezeiten im Verhältnis zur Größe der Batterie Stromspeichersysteme untereinander vergleichen. Eine große Batterie, die zu langsam lädt, wird sich im Ergebnis nicht rechnen.

Fazit: Photovoltaik auch für das Eigenheim!

Wer eine entsprechende Photovoltaikanlage richtig dimensioniert und sich bei der Auswahl der Batterie fachmännisch beraten lässt, wird auch als Eigenheimbesitzer viele Vorteile aus einer Photovoltaikanlage ziehen. Das gilt selbst dann, wenn die Einspeisevergütung für Strom noch weiter sinken sollte.