Was muss ich bei einer Ladestation beachten?

Sauberer Strom fürs Elektroauto!

Das Elektroauto erobert die Welt, doch potentielle Käufer oder Besitzer eines Elektrofahrzeuges stehen einigen Fragen gegenüber: Wie belade ich mein Fahrzeug? Welchen Strom verwende ich dafür und welche E-Tankstelle (Wallbox) ist die Richtige für mich?

Zuhause an der Haushaltssteckdose (Schuko) wird das Auto nur mit 2,3 kW geladen, so dauert das Laden deutlich länger als an einer öffentlichen Stromtankstelle, an denen eine Ladeleistung von bis zu 135 kW (Tesla Supercharger) erreicht werden kann. Gleichzeitig wird hier i.d.R. der aus Kohle- und Atomkraft gewonnene Strom geladen und schadet damit der Ökobilanz des Fahrzeuges.
Eine moderne Wallbox schafft hier Abhilfe: Sie ermöglicht eine erhöhte Ladeleistung und kann mit der eigenen Photovoltaikanlage und einem Stromspeicher verbunden werden.

Beispiel der Ladezeiten:

Tesla Model S 90D mit 90 kWh Batteriekapazität:

Tesla Supercharger mit 135 kW 0.4 Stunden
Mennekes Amtron Xtra mit 22 kW 6 Stunden
ABL Wallbox eMH1 mit 11 kW 9 Stunden
Ladestation mit Drehstrom 3,7kW 24 Stunden
Haushaltssteckdose mit 2,3 kW 40 Stunden

Wieso ist eine Wallbox zusammen mit einer Photovoltaikanlage sinnvoll?

Entscheidend ist korrekte Steuerung des Verbrauchs, um den zur Verfügung stehenden Solarstrom dort zu nutzen, wo er benötigt wird. Seit die EEG-Vergütung für eingespeisten Strom aus Photovoltaik (aktuell bei etwa 12 ct / kWh) deutlich gesunken ist, lohnt es sich umso mehr, den Strom selbst zu verbrauchen. Die Batterie des Elektrofahrzeugs dient dabei als zusätzlicher Stromspeicher und ermöglicht eine Optimierung des Eigenverbrauchs bzw. eine Senkung des Strombezugs und folglich der Stromkosten. Das E-Auto wird also nicht nur schneller und kostensparender geladen, sondern fährt damit auch wirklich zu 100% Emissionsfrei!

Welche Anbieter gibt es?

Wie in allen wachsenden Märkten drängen auch im Bereich der E-Tankstellen viele Anbieter auf den Markt. Während vereinzelt Automobilhersteller wie BMW i auch eigene Lösungen anbieten, haben sich bisher Systeme u.a. von ABL und Mennekes etabliert. Speziell in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage und Stromspeicher ist die Kommunikation der Komponenten entscheidend, denn nur so kann sichergestellt werden, dass der überschüssige Strom aus der Photovoltaikanlage für die Beladung des Autos genutzt wird.

TIPP: Auch Wechselrichter- und Speicherhersteller E3/DC bietet eine passende Wallbox aus eigenem Haus.

Welche Wallbox ist die richtige für mich?

Die Ladeleistung eines Fahrzeuges hängt von drei Faktoren ab: der Ladestation und dem Ladekabel sowie der maximalen Beladeleistung des Fahrzeuges. Dabei bestimmt die Komponente mit der schwächsten Leistung die Gesamtleistung.  So kann z.B. ein Elektroauto, welches nur für eine Beladeleistung von 3,7 kW ausgelegt ist auch an leistungsstärkeren Stationen geladen werden, allerdings maximal mit 3,7 kW.
Zusätzlich kommen je nach Hersteller verschiedene Steckersysteme zum Einsatz. Am verbreitetsten ist der Typ 2 Stecker, doch kommen bei amerikanischen und asiatischen Modellen teilweise auch noch Typ 1 Stecker zum Einsatz. Wenn man sich nun für eine Ladestation mit fest installiertem Kabel entscheidet, muss man darauf achten, dass der Stecker mit dem Fahrzeug kompatibel ist. Sobald die Gegebenheiten des Fahrzeuges bekannt sind, kann die passende Wallbox gesucht werden.

Damit Du Dich im Wallbox-Dschungel zurechtfindest, haben wir Dir eine Übersicht mit den Ladespezifikationen der gängigsten E-Autos zusammengestellt und eine passende Wallbox zugewiesen.

Bei Fragen helfen wir Dir natürlich gerne und finden die für Dich passende Ladestation.